Camera Link Zeilenkameras für deterministische Inline-Inspektion
Camera Link überträgt Bilddaten und Steuersignale auf getrennten Leitungen. Der Auslösezeitpunkt liegt dadurch fest und schwankt nicht, anders als bei paketbasierten Netzwerken. Wo eine Zeile exakt zum Drehgeberimpuls gehören muss, ist das der ausschlaggebende Vorteil. Ein passender Frame Grabber gehört zwingend dazu.
Im Sortiment stehen 6 Modelle mit Zeilenbreiten von 4096 bis 16384 Pixeln in den Konfigurationen Base, Medium und Full. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
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Produkte im Überblick
Camera Link als Zeilenschnittstelle: wann sich der Frame Grabber lohnt
Camera Link ist eine kabelgebundene Punkt-zu-Punkt-Verbindung, die Bilddaten unkomprimiert und ohne Netzwerkprotokoll an eine Steckkarte im Industrierechner übergibt. Genau diese Direktheit erklärt, warum die Schnittstelle in der Zeilenbildverarbeitung weiterhin eine feste Größe ist. In dieser Bauform führen wir 6 Modelle von HikRobot, alle mit CMOS-Sensor. Diese Seite ordnet ein, was Camera Link gegenüber den anderen Zeilenkamera-Anbindungen leistet und wo die Grenzen liegen. Die Übersicht aller Anbindungen finden Sie unter Zeilenkameras, das gesamte Programm unter Produkte.
Base, Medium und Full: was die Konfigurationsstufen bedeuten
Camera Link definiert drei Ausbaustufen, die sich in der nutzbaren Bandbreite und in der Zahl der benötigten Kabel unterscheiden. Base kommt mit einem Kabel aus, Medium und Full benötigen zwei. Mit der Stufe steigt die übertragbare Datenmenge, gleichzeitig steigen Verkabelungsaufwand und Anforderungen an den Frame Grabber. Die Stufe ist deshalb keine Geschmacksfrage, sondern ergibt sich aus Zeilenbreite, Zeilenrate und Bittiefe Ihrer Applikation. Dieselbe Kamera erreicht in Base eine niedrigere Zeilenrate als in Medium oder Full.
| Konfiguration | Zeilenrate je Stufe | Kabel | Modelle |
|---|---|---|---|
| Base | 40 kHz | 1 | 2 |
| Base und Medium | 20 kHz in Base, 40 kHz in Medium | 1 bis 2 | 2 |
| Base, Medium und Full | 40 kHz in Base, 80 kHz in Medium, 100 kHz in Full | 1 bis 2 | 2 |
Zeilenbreite und Bildtyp im Sortiment
Die Zeilenbreite gibt an, wie viele Pixel eine Sensorzeile quer zur Transportrichtung erfasst. Sie bestimmt zusammen mit der Objektbreite die erreichbare Ortsauflösung. Im Camera Link Programm sind drei Breiten vertreten, hinterlegt sind sie für 4 der 6 Modelle. Beim Bildtyp dominiert Monochrom.
| Merkmal | Ausprägung | Anzahl Modelle |
|---|---|---|
| Zeilenbreite | 4096 Pixel | 1 |
| Zeilenbreite | 8192 Pixel | 2 |
| Zeilenbreite | 16384 Pixel | 1 |
| Bildtyp | Monochrom | 5 |
| Bildtyp | Farbe | 1 |
Was Sie neben der Kamera einplanen müssen
Eine Camera Link Kamera lässt sich nicht direkt an einen Standard-PC anschließen. Zwingend erforderlich ist ein Frame Grabber, also eine Einsteckkarte, die das Signal entgegennimmt und in den Arbeitsspeicher des Rechners schreibt. Die Karte muss die gewählte Konfigurationsstufe unterstützen, an einer reinen Base-Karte bleibt eine Full-fähige Kamera auf die Base-Zeilenrate begrenzt. Passende Karten finden Sie unter Frame Grabber, konfektionierte Leitungen unter Zubehör und Kabel. Planen Sie die Kabellänge frühzeitig ein: Camera Link ist auf bis zu 10 m begrenzt, der Rechner muss also nahe an der Kamera stehen.
Deterministische Triggerung als eigentliches Argument
Deterministisch heißt hier, dass der zeitliche Abstand zwischen Triggersignal und Zeilenaufnahme konstant und vorhersagbar bleibt. Camera Link führt die Steuersignale auf eigenen Leitungen und kennt weder Paketwiederholung noch Netzwerk-Timing oder Protokollstack, die die Latenz schwanken lassen. An Encoder-geführten Bahnen gibt der Drehgeber den Zeilentakt vor, die Schnittstelle setzt ihn ohne schwankende Verzögerung um, sodass der Zeilenabstand auch bei wechselnder Transportgeschwindigkeit gleichmäßig bleibt. Zwei der 6 Modelle sind ausdrücklich nach Camera Link V1.2 mit GenICam gelistet. GenICam ist ein herstellerübergreifender Standard für den Parameterzugriff, er sichert den einheitlichen Zugriff aus gängiger Bildverarbeitungssoftware.
Wann eine andere Anbindung die bessere Wahl ist
Bei größeren Entfernungen zwischen Kamera und Rechner oder bei Anlagen ohne freien Steckplatz ist GigE praktischer, da die Kamera dort über Standard-Netzwerktechnik ohne dedizierte Karte angebunden wird. Für hohe Datenraten über Koaxialleitung ist CoaXPress die modernere Alternative, ebenfalls mit Frame Grabber. XoFLink ist eine HikRobot-eigene Hochgeschwindigkeitsanbindung und setzt ebenfalls eine passende Karte voraus. Zu Objektiven und Beleuchtungen, die bei Zeilenaufnahmen über die Bildqualität mitentscheiden, beraten wir ergänzend.
Häufige Fragen zu Camera Link Zeilenkameras
Brauche ich für jede der 6 Kameras einen Frame Grabber?
Ja. Camera Link überträgt ohne Zwischenprotokoll direkt auf eine Steckkarte, ein Betrieb ohne Frame Grabber ist bei keinem der Modelle möglich.
Was ändert sich zwischen Base, Medium und Full praktisch?
Die Bandbreite und damit die Zeilenrate. Zwei Modelle sind reine Base-Kameras mit 40 kHz, zwei erreichen 20 kHz in Base und 40 kHz in Medium, zwei kommen in Full auf 100 kHz.
Reichen 10 m Kabellänge für meine Anlage?
Das hängt vom Abstand zwischen Kamera und Schaltschrank ab. Steht der Industrierechner weiter entfernt, prüfen Sie GigE oder CoaXPress, statt die Camera Link Strecke zu verlängern.
Warum sind 5 der 6 Modelle monochrom?
Zeileninspektion arbeitet überwiegend kontrastbasiert, etwa an Oberflächen und Kanten. Farbe ist nur nötig, wenn der Farbwert selbst Prüfmerkmal ist. Dafür steht 1 Farbmodell bereit.
Liefern Sie auch Marken außerhalb Ihres Sortiments?
Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet, auf Anfrage liefern wir auch andere bekannte Marken sowie Sonderausführungen.
Welche Zeilenbreite passt zu welcher Objektbreite?
Teilen Sie die Objektbreite durch die geforderte Ortsauflösung, das Ergebnis ist die nötige Pixelzahl. Im Sortiment stehen 4096, 8192 und 16384 Pixel zur Auswahl.
