Koaxialbeleuchtung für ebene, spiegelnde Oberflächen

Eine Koaxialbeleuchtung lenkt das Licht über einen halbdurchlässigen Spiegel genau in die Blickrichtung der Kamera. Auf einer ebenen, spiegelnden Fläche kommt es vollständig zurück, die Fläche erscheint hell. Jede geneigte Stelle wirft das Licht zur Seite weg und erscheint tiefschwarz. Damit heben sich Gravuren, Laserbeschriftungen und Kratzer mit größtmöglichem Kontrast ab.

Im Sortiment stehen 20 Beleuchtungen von Hikrobot und FALCON in Weiß, Rot, Blau, Grün und Infrarot, mit Leuchtfeldern von 40 mal 40 bis 70 mal 70 Millimetern. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.

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Koaxialbeleuchtung auslegen: Spiegel, Fläche, Lichtverlust

Eine Koaxialbeleuchtung schickt das Licht genau dorthin, wo die Kamera hinschaut. Im Gehäuse sitzt ein halbdurchlässiger Spiegel im Winkel von 45 Grad. Die Leuchtdioden strahlen seitlich darauf, der Spiegel lenkt das Licht senkrecht nach unten auf das Prüfteil, und die Kamera blickt durch denselben Spiegel hindurch. Beleuchtungsrichtung und Blickrichtung fallen damit zusammen, daher der Name. Alle Bauformen zeigt die Oberkategorie Beleuchtungen.

Warum das bei spiegelnden Flächen alles ändert

Auf einer glatten, spiegelnden Oberfläche gilt: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Kommt das Licht senkrecht von oben, wird es senkrecht zurückgeworfen und landet vollständig im Objektiv. Die Fläche erscheint gleichmäßig hell.

Jede Stelle, die auch nur leicht geneigt ist, wirft das Licht dagegen zur Seite weg, und dort kommt nichts mehr bei der Kamera an. Solche Stellen erscheinen tiefschwarz. Genau das ist der Effekt, den man haben will: Gravuren, Laserbeschriftungen, Kratzer, Dellen und Kanten heben sich mit maximalem Kontrast von der spiegelnden Umgebung ab. Keine andere Bauform erreicht das auf einer ebenen Spiegelfläche.

Wann Koaxial die richtige Bauform ist
OberflächePassende BeleuchtungGrund
Eben und spiegelndKoaxialLicht in Blickrichtung, keine Öffnung im Bild
Gewölbt und spiegelndDomdiffus aus allen Richtungen, verträgt Wölbung
Matt und ebenRing oder Flächekein Reflexproblem, einfacher Aufbau
Struktur und Kratzer auf mattBalken, flachstreifendes Licht lässt Struktur aufleuchten

Typische Aufgaben sind Laserbeschriftungen auf Metall, Gravuren auf Typenschildern, geätzte Codes, die Prüfung polierter oder gebürsteter Flächen, Glas und Wafer sowie Leiterplatten mit spiegelnden Pads.

Der Lichtverlust ist eingebaut

Der halbdurchlässige Spiegel arbeitet zweimal gegen Sie. Auf dem Hinweg lässt er nur etwa die Hälfte des Lichts zum Prüfteil durch, den Rest lenkt er ungenutzt zur Seite. Auf dem Rückweg passiert dasselbe: Von dem, was das Teil zurückwirft, erreicht wieder nur etwa die Hälfte das Objektiv. Unter dem Strich kommt also grob ein Viertel der erzeugten Lichtmenge im Bild an.

Das ist keine Schwäche des Produkts, sondern die Physik des Aufbaus, und es hat drei praktische Folgen. Rechnen Sie mit spürbar längeren Belichtungszeiten als bei einer Ringleuchte gleicher Leistung. Der Blitzbetrieb ist hier besonders wertvoll, weil er kurzzeitig ein Vielfaches liefert. Und Fremdlicht fällt stärker ins Gewicht, weil das Nutzlicht schwächer ist; eine Abschirmung oder ein Filter am Objektiv lohnt sich fast immer.

Die Leuchtfläche begrenzt die Teilegröße

Anders als bei einer Ringleuchte, die von außen auf einen beliebig großen Bereich strahlt, ist bei der Koaxialbeleuchtung die Fläche des Spiegels zugleich die beleuchtete Fläche. Was daneben liegt, bekommt kein koaxiales Licht mehr.

Im Sortiment reichen die Leuchtfelder von 40 mal 40 bis 70 mal 70 Millimetern. Das Sichtfeld der Kamera muss also innerhalb dieser Fläche bleiben, mit etwas Rand. Praktisch heißt das: Koaxial ist die Bauform für kleine Prüffelder. Für ein großes Bauteil brauchen Sie entweder mehrere Aufnahmen nacheinander oder eine andere Beleuchtung.

Der Arbeitsabstand ist ebenfalls kurz, das Gehäuse sitzt dicht über dem Teil. Prüfen Sie vor der Auslegung, ob Ihre Mechanik diesen Platz hergibt und ob das Teil sicher darunter hindurchpasst.

Lichtfarbe wählen

Licht derselben Farbe wie das Merkmal lässt es hell erscheinen, Licht der Gegenfarbe lässt es dunkel erscheinen. Kürzere Wellenlängen lösen feinere Strukturen auf, was bei geätzten und gelaserten Marken auf Metall den Ausschlag geben kann.

Lichtfarben im Sortiment
LichtfarbeLeuchtenWofür
Weiß6Farbprüfung, allgemeine Sichtprüfung
Rot6Hohe Sensorempfindlichkeit, Standardfall
Blau5Feine Gravuren und Ätzungen
Infrarot2Fremdlicht ausblenden, blendet niemanden
Grün1Ausgewogen, guter Kontrast gegen Rot

Die Leuchten stammen von Hikrobot und FALCON. Zum vollständigen Aufbau gehören eine Flächenkamera, ein Objektiv mit passendem Arbeitsabstand sowie Kabel und Halterungen. Das gesamte Programm zeigt die Produktübersicht.

Häufige Fragen zur Koaxialbeleuchtung

Wie funktioniert eine Koaxialbeleuchtung?

Ein halbdurchlässiger Spiegel im Winkel von 45 Grad lenkt das seitlich einfallende Licht senkrecht nach unten auf das Prüfteil. Die Kamera blickt durch denselben Spiegel. Beleuchtungs- und Blickrichtung fallen damit zusammen, deshalb der Name.

Wofür ist sie die richtige Wahl?

Für ebene, spiegelnde Flächen: Laserbeschriftungen auf Metall, Gravuren auf Typenschildern, geätzte Codes, polierte oder gebürstete Oberflächen, Glas, Wafer und Leiterplatten mit spiegelnden Pads. Die Fläche erscheint hell, jede geneigte Stelle tiefschwarz.

Warum wirkt sie dunkler als andere Leuchten?

Der halbdurchlässige Spiegel schluckt Licht in beide Richtungen: rund die Hälfte auf dem Hinweg und nochmals rund die Hälfte auf dem Rückweg. Es kommt also nur etwa ein Viertel der erzeugten Lichtmenge im Bild an. Planen Sie längere Belichtungszeiten ein oder arbeiten Sie im Blitzbetrieb.

Wie groß darf das Prüfteil sein?

Die Fläche des Spiegels ist zugleich die beleuchtete Fläche. Im Sortiment sind das 40 mal 40 bis 70 mal 70 Millimeter. Das Sichtfeld muss mit etwas Rand darin liegen. Für größere Teile brauchen Sie mehrere Aufnahmen oder eine andere Bauform.

Koaxial oder Dom?

Koaxial bei ebenen spiegelnden Flächen, Dom bei gewölbten. Der Dom beleuchtet aus allen Richtungen und kommt mit Wölbungen zurecht, hat aber die Öffnung im Scheitel, die sich auf ebenen Spiegeln als dunkler Fleck abbildet. Die Koaxialbeleuchtung hat diese Öffnung nicht, verliert dafür Licht und ist auf kleine, ebene Felder beschränkt.

Liefern Sie auch Marken außerhalb des Sortiments?

Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet. Auf Anfrage liefern wir selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken der industriellen Bildverarbeitung sowie Sonderausführungen, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.

Ebene Spiegelfläche oder doch gewölbt? Schicken Sie uns ein Bild des Prüfteils und die Größe des Merkmals. Wir sagen Ihnen, ob Koaxial passt oder eine andere Bauform besser trägt.
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