Handscanner für Industrie, Lager und Logistik
Handscanner erfassen Codes dort, wo Teile nicht an einer festen Leseposition vorbeikommen: am Wareneingang, im Regal, an der Palette oder direkt am Montageplatz. Entscheidend für die Auswahl sind Übertragungsart, Reichweite, Robustheit und die Codearten, die sicher gelesen werden müssen.
Im Sortiment stehen 78 Geräte mit 23 unterstützten Codearten, kabelgebunden über USB und RS-232 oder kabellos über Bluetooth und Funk. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
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Produkte im Überblick
Handscanner richtig auswählen: Regeln, Zahlen und Rechenwege
Diese Seite liefert, was bei der Beschaffung über Erfolg oder Nacharbeit entscheidet: Auswahlregeln, Zahlen zu Schutzart und Reichweite, Rechenbeispiele zu Scanaufkommen und Stückzahl. Welche Geräteklassen es gibt, zeigt die Oberkategorie Code-Scanner. Für fest montierte Leseplätze ohne Bedienereingriff ist die Geschwisterkategorie stationäre Scanner zuständig, für Prüfaufgaben mit Bildauswertung die Smart-Kameras.
Grundlage aller Angaben ist unser gelistetes Sortiment von 78 Handscannern, davon 61 von Datalogic und 17 von HikRobot. In den Tabellen sind Mehrfachnennungen möglich, weil ein Gerät mehrere Schnittstellen und mehrere Schutzartprüfungen abdecken kann.
Regel 1: Zuerst die Schnittstelle festlegen, dann das Gerät
Die Übertragungsart bestimmt Bewegungsfreiheit und Folgekosten stärker als jedes andere Merkmal. Schnittstelle meint den Weg, auf dem die Daten das Gerät verlassen: per Kabel zum Rechner oder per Funk zur Basisstation.
| Schnittstelle | Anzahl Geräte | Bewegungsradius | Auswahlregel |
|---|---|---|---|
| 433 MHz Funk | 23 | weiter, durchdringt Regalreihen | Bediener verlässt den Sichtbereich |
| Bluetooth | 18 | rund 10 m | Arbeitsbereich um Packtisch oder Fahrzeug |
| USB | 12 | Kabellänge | fester Arbeitsplatz ohne Ladeinfrastruktur |
| RS-232 | 11 | Kabellänge | Anbindung an Steuerung, Waage oder Altanlage |
| 910 MHz Funk | 3 | alternatives Frequenzband | 433 MHz gestört oder nicht zugelassen |
Bluetooth mit rund 10 m deckt einen Arbeitsplatz ab, nicht eine Halle. Sobald der Bediener zwischen Regalzeilen läuft, reißt die Verbindung ab, weil Metallregale und Ware das 2,4 GHz Signal dämpfen. Die 433 MHz Funktechnologie arbeitet auf einer niedrigeren Frequenz, durchdringt Regale besser und erreicht größere Entfernungen. Mit 23 Geräten ist sie die häufigste Schnittstelle im Sortiment.
Regel 2: Schutzart nach Umgebung, nicht nach Gefühl
Die Schutzart nach IEC 60529 besteht aus zwei Ziffern: die erste für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite gegen Wasser. IP65 heißt staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser aus einer Düse, IP67 staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen.
| Schutzart | Geräte im Sortiment | Typische Umgebung |
|---|---|---|
| IP65 | 61 | Produktionshalle, Kommissionierung, Wareneingang |
| IP67 | 50 | Außenbereich, Waschprozesse, Lebensmittelumfeld |
Da 50 der 78 Geräte nach IP67 geprüft sind, ist die höhere Schutzart breit verfügbar und selten der begrenzende Faktor. Beachten Sie jedoch: IP67 sagt etwas über zeitweiliges Untertauchen aus, nicht über Beständigkeit gegen heißes Wasser, Dampf oder Reinigungschemie.
Regel 3: Lichtfarbe passend zum Codeträger
Die Lichtfarbe bestimmt den Kontrast zwischen Code und Untergrund. Weißes Licht dominiert mit 61 Geräten, hinzu kommen 4 mit rotem und 4 mit blauem Licht. Weiß ist der Standard für gedruckte Etiketten und farbige Untergründe, weil es alle Wellenlängen enthält. Rot passt zu dunklen Strichen auf hellem Grund, versagt aber bei roten Codeelementen. Blau dient direkt markierten Teilen, wo der Kontrast an gravierten oder genadelten Strukturen entsteht. Insgesamt deckt das Sortiment 23 Codearten ab.
Rechenbeispiel: Scanaufkommen, Akku und Stückzahl
Ein Kommissionierer bearbeite in einer Achtstundenschicht 900 Positionen mit je zwei Scans, also 1800 Lesevorgänge. Bei 420 Minuten Nettoarbeitszeit sind das rund 4,3 Lesevorgänge pro Minute. Für die Akkuauslegung zählt weniger die Scanzahl als die Summe aus Sendezeit und Ruhestrom über die Schicht.
Die Regel lautet: Der Akku muss eine volle Schicht plus Puffer abdecken, sonst brauchen Sie Wechselbetrieb. Im Dreischichtbetrieb rechnen Sie mit einem Gerät je gleichzeitigem Arbeitsplatz und einem zusätzlichen Gerät je zwei Arbeitsplätzen als Reserve. Bei zehn parallelen Plätzen sind das 10 Geräte im Einsatz und 5 in Reserve, zusammen 15. Die Ladeplätze bemessen Sie nach dem Schichtwechsel, an dem alle 10 Geräte zurückkommen.
Bei kabelgebundenen Geräten entfällt diese Rechnung. Das ist der wirtschaftliche Vorteil der 12 USB- und 11 RS-232-Varianten: keine Akkualterung, kein Ladeplatz, keine Ersatzgeräte.
Rechenbeispiel: Reichweite und Anzahl der Basisstationen
Eine Bluetooth-Strecke von rund 10 m deckt im freien Feld einen Kreis von etwa 314 m² ab. Für 3000 m² Lagerfläche ergibt das rechnerisch mindestens zehn Basisstationen, in der Praxis mehr, weil sich die Kreise überlappen müssen und Regale die Reichweite verkürzen. Ein 433 MHz System kommt auf derselben Fläche mit erheblich weniger Stationen aus. Diese Rechnung entscheidet meist zugunsten der Funktechnologie.
Sturzfestigkeit, Lesefeld und Ergonomie
Die Fallhöhe nennt die Höhe, aus der ein Gerät auf Beton fallen darf, ohne seine Funktion zu verlieren. In der Kommissionierung fällt es aus Hüfthöhe, im Staplerbetrieb aus Kabinenhöhe. Prüfen Sie den Wert des Modells daher gegen die reale Arbeitshöhe.
Das Lesefeld ist die Breite des Bereichs, den der Scanner in einem bestimmten Abstand erfasst. Es wächst mit dem Abstand, während die kleinste auflösbare Strichbreite gröber wird. Feine Codes erfordern daher geringen Leseabstand, große Codes auf Paletten oder Regalschildern eine Optik für den Fernbereich.
Bei hoher Scanzahl wird die Ergonomie zum Kostenfaktor: Gewicht, Schwerpunktlage und Auslöserkraft wirken sich bei 1800 Lesevorgängen anders aus als bei 100. Achten Sie auf einen Präsentationsmodus, bei dem das Gerät in einer Halterung dauerhaft liest, sowie auf Halterungen und Kabelaufhängungen aus dem Bereich Zubehör und Kabel.
Wird der Code nicht von Hand, sondern automatisch im laufenden Prozess erfasst, führt der Weg zu den stationären Scannern. Soll neben dem Code auch das Bauteil selbst geprüft werden, etwa auf Vollständigkeit oder Lage, übernehmen das Smart Kameras oder eine Kombination aus Flächenkamera, Objektiv und Beleuchtung. Das vollständige Lieferprogramm zeigt die Produktübersicht.
Häufige Fragen zu Handscannern
Wie viele Handscanner umfasst Ihr gelistetes Sortiment?
Gelistet sind 78 Handscanner, davon 61 von Datalogic und 17 von HikRobot.
Liefern Sie auch Marken außerhalb Ihres Sortiments?
Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet, auf Anfrage liefern wir auch andere Marken und Sonderausführungen.
Wann ist Bluetooth ausreichend und wann brauche ich 433 MHz Funk?
Bluetooth mit rund 10 m genügt, solange der Bediener im Umkreis eines Arbeitsplatzes oder Fahrzeugs bleibt. Sobald er zwischen Regalzeilen läuft, ist 433 MHz Funk erforderlich. 23 Geräte nutzen dieses Verfahren, 18 arbeiten mit Bluetooth.
Welche Schutzart benötige ich in einer normalen Lagerhalle?
IP65 ist dort in der Regel ausreichend, also staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser. 61 Geräte erfüllen das. IP67 mit Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen bieten 50 Geräte, sinnvoll bei Nässe, Außenbereich oder Reinigungsprozessen.
Wie viele Geräte und Ladeplätze plane ich für einen Dreischichtbetrieb?
Rechnen Sie mit einem Gerät je gleichzeitigem Arbeitsplatz und einem zusätzlichen Gerät je zwei Arbeitsplätzen als Reserve, bei zehn Plätzen also 15 Geräte. Die Ladeplätze richten sich nach dem Schichtwechsel, an dem alle 10 Geräte zurückkommen.
Warum gibt es Geräte mit weißem, rotem und blauem Licht?
Weiß ist mit 61 Geräten der Standard für gedruckte und farbige Etiketten, Rot mit 4 Geräten passt zu dunklen Strichen auf hellem Grund, Blau mit ebenfalls 4 Geräten dient direkt markierten Teilen. Das Sortiment deckt 23 Codearten ab.
