HDMI Flächenkameras für die Sichtprüfung am Arbeitsplatz
HDMI Kameras geben ihr Bild unmittelbar an einen Monitor aus. Es braucht keinen Rechner, keine Einsteckkarte und keine Software. Der Prüfer schaut nicht mehr ins Okular, sondern auf den Bildschirm, und zwei Personen sehen dasselbe Bild. Das ist die Bauform für Arbeitsplätze, an denen ein Mensch entscheidet und keine Anlage.
Im Sortiment stehen 3 Modelle, allesamt Mikroskopkameras mit Auflösungen von 2 bis 4 Megapixel, also 1920 mal 1080 beziehungsweise 2560 mal 1440 Bildpunkten. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
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Produkte im Überblick
HDMI Kameras: Prüfen ohne Rechner und ohne Software
Eine HDMI Kamera geht einen anderen Weg als jede andere Kamera in der Bildverarbeitung. Sie liefert ihr Bild nicht an einen Rechner, sondern unmittelbar an einen Monitor. Es gibt keine Einsteckkarte, keinen Treiber und keine Software, die eingerichtet werden müsste. Einschalten, Kabel stecken, Bild da. Genau darin liegt ihr Zweck und zugleich ihre Grenze. Alle anderen Bauformen zeigt die Oberkategorie Flächenkameras.
Die Modelle in diesem Bereich sind Mikroskopkameras. Sie sitzen am Trinokulartubus eines Stereomikroskops oder an einem Stativ über dem Arbeitsplatz und zeigen das vergrößerte Bild auf einem Bildschirm. Der Prüfer schaut nicht mehr ins Okular, sondern auf den Monitor. Das entlastet Nacken und Augen, es erlaubt zwei Personen den Blick auf dasselbe Bild, und es macht Befunde besprechbar.
Wofür sich das eignet
Typisch sind Arbeitsplätze, an denen ein Mensch entscheidet und keine Anlage: die Sichtprüfung von Leiterplatten nach dem Löten, Nacharbeit und Reparatur in der Elektronikfertigung, Wareneingangskontrolle kleiner Bauteile, Prüfung von Steckern und Crimpverbindungen, Schadensanalyse sowie Schulung und Einarbeitung. Auch die Dokumentation eines Befunds gehört dazu, viele Geräte legen Einzelbilder auf einer Speicherkarte ab.
Nicht geeignet ist die Bauform überall dort, wo eine Maschine entscheidet. Ein HDMI-Signal lässt sich nicht auswerten, nicht vermessen und nicht mit einer Steuerung verknüpfen. Sobald ein Ergebnis als Gutteil oder Schlechtteil an eine SPS gehen soll, brauchen Sie eine Kamera mit Rechneranbindung, also GigE oder USB, oder gleich eine Smart Kamera, die die Entscheidung selbst trifft.
| Kriterium | HDMI Kamera | Kamera mit Rechner |
|---|---|---|
| Was Sie zusätzlich brauchen | einen Monitor | Rechner, Software, Einrichtung |
| Zeit bis zum ersten Bild | Minuten | Stunden bis Tage |
| Wer entscheidet | der Mensch am Bildschirm | die Software |
| Messen und Toleranzen | nein | ja |
| Anbindung an eine Steuerung | nein | ja |
| Auslösung durch ein Signal | nein | ja |
| Typischer Ort | Prüf- und Nacharbeitsplatz | Anlage, Linie, Zelle |
Auflösung und was der Monitor davon zeigt
Bei einer HDMI Kamera ist die Auflösung keine Frage der Datenrate, sondern der Darstellung. Entscheidend ist, dass Kamera und Monitor zusammenpassen. Ein Bild mit 1920 mal 1080 Pixeln füllt einen gewöhnlichen Full-HD-Bildschirm genau aus. Ein Bild mit 2560 mal 1440 Pixeln braucht einen Monitor, der diese Auflösung auch darstellt, sonst rechnet er herunter und der Detailgewinn verpufft.
| Auflösung | Pixel | Modelle | Passender Monitor |
|---|---|---|---|
| 2 MP | 1920 x 1080 | 1 | Full HD, verbreitet und günstig |
| 4 MP | 2560 x 1440 | 2 | WQHD, mehr Detail bei gleicher Vergrößerung |
Mehr Pixel ersetzen keine Optik. Was das Mikroskop nicht auflöst, kann die Kamera nicht sichtbar machen. Die Vergrößerung kommt aus dem Objektiv und dem Zoomkörper, die Kamera hält nur fest, was dort ankommt.
Anschluss an das Mikroskop
Die Verbindung läuft über ein genormtes Gewinde, üblicherweise C-Mount, und einen Adapter, der zum Tubus passt. Zwei Punkte entscheiden über das Ergebnis. Erstens der Adapterfaktor: Er bestimmt, welcher Ausschnitt auf dem Sensor landet. Ein zu großer Faktor beschneidet das Bild, ein zu kleiner erzeugt dunkle Ecken. Zweitens die Parfokalität: Ist der Adapter richtig eingestellt, bleibt das Bild auf dem Monitor scharf, wenn Sie im Okular scharf gestellt haben.
Wenn Sie keinen Mikroskoptubus haben, sondern ein Stativ über dem Arbeitsplatz, brauchen Sie zusätzlich ein Objektiv mit passendem Arbeitsabstand und eine Beleuchtung. Für glänzende Oberflächen wie Lötstellen ist eine Ringbeleuchtung mit flachem Winkel oder eine Dombeleuchtung die richtige Wahl, weil sie Spiegelungen vermeidet. Halterungen und Kabel finden Sie unter Zubehör und Kabel.
Rolling Shutter und was das hier bedeutet
Alle Modelle arbeiten mit einem CMOS-Sensor im Rolling-Shutter-Verfahren. Der Sensor wird dabei zeilenweise nacheinander ausgelesen statt auf einen Schlag. Bei einem ruhenden Prüfteil unter dem Mikroskop spielt das keine Rolle. Bewegt sich das Objekt schnell, entstehen Verzerrungen, gerade Kanten wirken schräg. Für die Sichtprüfung am Platz ist das ohne Belang, für bewegte Teile an einer Linie wäre ein Global Shutter nötig, den Sie bei den Flächenkameras finden.
Häufige Fragen zu HDMI Flächenkameras
Brauche ich einen Rechner für eine HDMI Kamera?
Nein. Die Kamera gibt ihr Bild direkt an einen Monitor aus. Es braucht keinen Rechner, keine Einsteckkarte und keine Software. Genau deshalb ist sie an Arbeitsplätzen beliebt, an denen ein Mensch prüft und keine Anlage entscheidet.
Passt die Kamera an mein Mikroskop?
In aller Regel ja, über ein C-Mount-Gewinde und einen Adapter, der zum Tubus Ihres Mikroskops passt. Wichtig sind der Adapterfaktor, damit der Bildausschnitt stimmt, und die Parfokalität, damit das Monitorbild scharf bleibt, wenn Sie im Okular scharf stellen. Nennen Sie uns Hersteller und Typ Ihres Mikroskops, dann nennen wir Ihnen den passenden Adapter.
Welche Auflösung brauche ich?
Das hängt am Monitor. 1920 mal 1080 Pixel füllen einen Full-HD-Bildschirm aus, 2560 mal 1440 Pixel verlangen einen Monitor mit WQHD-Auflösung. Ein höher auflösendes Bild auf einem einfachen Bildschirm bringt keinen sichtbaren Gewinn, weil der Monitor herunterrechnet.
Kann ich damit messen oder automatisch prüfen?
Nein. Ein HDMI-Signal lässt sich nicht auswerten und nicht mit einer Steuerung verknüpfen. Sobald ein Ergebnis als Gutteil oder Schlechtteil weitergegeben werden soll, brauchen Sie eine Kamera mit Rechneranbindung oder eine Smart Kamera, die die Entscheidung selbst trifft.
Was bedeutet Rolling Shutter für die Sichtprüfung?
Der Sensor liest zeilenweise nacheinander aus. Bei einem ruhenden Teil unter dem Mikroskop ist das ohne Bedeutung. Bewegt sich das Objekt schnell, entstehen Verzerrungen. Für die Prüfung am Arbeitsplatz ist das kein Nachteil.
Liefern Sie auch Marken außerhalb des Sortiments?
Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet. Auf Anfrage liefern wir selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken der industriellen Bildverarbeitung sowie Sonderausführungen, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
