Dombeleuchtung für glänzende und gewölbte Oberflächen
Eine Dombeleuchtung ist eine Halbkugel mit weißer, matter Innenseite. Die Leuchtdioden strahlen gegen diese Wölbung, das zurückgeworfene Licht trifft das Prüfteil aus allen Richtungen zugleich. Dadurch gibt es keine bevorzugte Spiegelrichtung und damit kein Glanzlicht. Das ist die Antwort auf Dosen, Tuben, Folien, verchromte Teile und alles andere, woran jede gerichtete Leuchte scheitert.
Im Sortiment stehen 35 Beleuchtungen von FALCON, durchgängig mit LED und wahlweise im Dauerlicht oder im Blitzbetrieb. Zur Wahl stehen Weiß, Blau, Grün, Rot, Infrarot, Ultraviolett sowie umschaltbare RGB-Ausführungen. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
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Produkte im Überblick
Dombeleuchtung auslegen: Durchmesser, Abstand, Grenzen
Eine Dombeleuchtung ist eine Halbkugel, deren Innenseite weiß und matt ist. Die Leuchtdioden sitzen am unteren Rand und strahlen nach oben gegen diese Wölbung. Was zurückkommt, hat keine Richtung mehr: Das Licht trifft das Prüfteil aus allen Winkeln zugleich. Fachleute nennen das Ergebnis bewusstes Grau in Grau, im englischen Sprachraum spricht man vom bedeckten Himmel. Genau darin liegt der Zweck. Alle Bauformen zeigt die Oberkategorie Beleuchtungen.
Die Kamera schaut durch eine Öffnung im Scheitel der Kuppel nach unten. Diese Öffnung ist zugleich der Grund für die einzige echte Schwäche der Bauform, dazu unten mehr.
Wofür sich die Kuppel lohnt
Jede andere Bauform erzeugt Reflexe, sobald die Oberfläche glänzt oder gewölbt ist. Bei einer Ringleuchte spiegelt sich der Ring als heller Kreis, bei einem Balken als heller Streifen. Auf einer Dose, einer Folienverpackung, einem verchromten Teil oder einem Blister macht das die Auswertung unmöglich, weil die Software nicht zwischen Reflex und Merkmal unterscheiden kann.
Der Dom löst genau das. Weil das Licht aus allen Richtungen kommt, gibt es keine bevorzugte Spiegelrichtung mehr und damit keinen Reflex. Typische Aufgaben sind das Lesen von Codes auf glänzenden Verpackungen, die Prüfung von Aufdrucken auf Dosen und Tuben, die Kontrolle gewölbter Metallteile und die Erkennung von Merkmalen auf zerknitterter Folie.
| Oberfläche | Passende Beleuchtung | Warum |
|---|---|---|
| Matt und eben | Ring oder Balken | kein Reflexproblem, einfacher Aufbau |
| Glänzend und gewölbt | Dom | Licht aus allen Richtungen, keine Spiegelrichtung |
| Glänzend und eben | Koaxial | Licht genau in Blickrichtung, keine Öffnung im Bild |
| Struktur, Kratzer, Prägung | Balken, flach gestellt | streifendes Licht lässt die Struktur aufleuchten |
| Nur Umriss und Maß | Durchlicht | Silhouette mit hartem Kontrast |
Durchmesser und Abstand hängen zusammen
Zwei Größen bestimmen, ob der Dom funktioniert. Der Durchmesser muss zum Prüfteil passen: Als Faustregel sollte das Teil höchstens zwei Drittel des Kuppeldurchmessers einnehmen. Wird es größer, reicht die diffuse Wirkung nicht mehr bis zum Rand, und dort entstehen wieder Reflexe.
Der Abstand muss klein bleiben. Ein Dom wirkt nur dicht über dem Teil, üblicherweise im Bereich weniger Zentimeter unterhalb des Randes. Wer ihn hoch hängt, verliert die Wirkung und hat lediglich eine sehr teure schwache Leuchte. Das ist zugleich die wichtigste Einschränkung im Anlagenbau: Der Dom braucht Platz direkt über dem Prüfteil, und das Teil muss unter ihn hindurchpassen. Auf einer Förderstrecke mit hohen Kartons scheidet er damit häufig aus.
Für flache Teile gibt es die abgeflachte Bauform, oft als Flachdom oder diffuses Auflicht bezeichnet. Sie baut niedriger und liefert ein ähnliches Ergebnis, verlangt dafür einen noch geringeren Abstand.
Der dunkle Fleck in der Bildmitte
Die Öffnung im Scheitel, durch die die Kamera blickt, sendet selbst kein Licht aus. Auf einer stark spiegelnden ebenen Fläche bildet sie sich deshalb als dunkler Kreis in der Bildmitte ab. Bei gewölbten Teilen fällt das kaum auf, weil sich die Öffnung über die Wölbung verteilt. Bei einem ebenen Spiegel, etwa einer polierten Platte oder einem Display, ist sie klar zu sehen.
Wenn Ihre Aufgabe genau das betrifft, ist die Koaxialbeleuchtung die richtige Bauform. Sie spiegelt das Licht über einen halbdurchlässigen Spiegel exakt in die Blickrichtung der Kamera und hat deshalb keine Öffnung im Bild. Manche Dome verbinden beides und haben zusätzlich einen koaxialen Einsatz.
Lichtfarbe und schaltbare Farben
Licht derselben Farbe wie das Merkmal lässt es hell erscheinen, Licht der Gegenfarbe lässt es dunkel erscheinen. Beim Dom kommt hinzu, dass sich das diffuse Licht besonders gut für Farbprüfungen eignet, weil keine Glanzlichter die Farbmessung verfälschen.
| Lichtfarbe | Dome | Wofür |
|---|---|---|
| Weiß | 11 | Farbprüfung, allgemeine Sichtprüfung |
| Blau | 10 | Feine Strukturen, Kontrast gegen Rot |
| Grün | 10 | Ausgewogen, guter Kontrast gegen Rot |
| Rot | 8 | Hohe Sensorempfindlichkeit |
| Infrarot | 3 | Fremdlicht ausblenden, blendet niemanden |
| RGB, umschaltbar | 2 | Mehrere Farben nacheinander im selben Aufbau |
| Ultraviolett | 2 | Regt Fluoreszenz an, etwa bei Klebstoff |
Die umschaltbaren Ausführungen sind bemerkenswert: Sie nehmen nacheinander mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Lichtfarbe auf, ohne dass jemand die Leuchte tauscht. Damit lassen sich in einem Aufbau Merkmale prüfen, die unter einer einzigen Farbe nie alle zugleich sichtbar wären.
Betriebsart und Zusammenspiel
Alle Dome dieser Kategorie beherrschen Dauerlicht und Blitzbetrieb. Der Blitz liefert kurzzeitig ein Vielfaches der Lichtmenge, friert Bewegung ein und schont die Leuchtdioden. Weil der Dom sein Licht über die Innenwand streut, geht dabei ein Teil verloren, er braucht also mehr Leistung als eine gerichtete Leuchte für dieselbe Helligkeit am Prüfteil. Bei kurzen Belichtungszeiten ist der Blitzbetrieb deshalb oft nicht optional, sondern notwendig.
Dazu gehören eine Flächenkamera mit passender Auflösung, ein Objektiv, dessen Bauhöhe zur Öffnung im Scheitel passt, sowie Kabel und Halterungen. Das gesamte Programm zeigt die Produktübersicht.
Häufige Fragen zur Dombeleuchtung
Wofür brauche ich eine Dombeleuchtung?
Für glänzende und gewölbte Oberflächen, auf denen jede andere Beleuchtung Reflexe erzeugt: Dosen, Tuben, Folienverpackungen, verchromte Teile, Blister. Das Licht kommt aus allen Richtungen zugleich, deshalb gibt es keine bevorzugte Spiegelrichtung und damit kein Glanzlicht, das die Auswertung stört.
Welchen Durchmesser brauche ich?
Das Prüfteil sollte höchstens zwei Drittel des Kuppeldurchmessers einnehmen. Wird es größer, reicht die diffuse Wirkung nicht bis zum Rand und dort entstehen wieder Reflexe. Nennen Sie uns die größte Abmessung Ihres Teils, dann nennen wir Ihnen die passende Größe.
Warum ist ein dunkler Fleck in der Bildmitte?
Das ist die Öffnung im Scheitel, durch die die Kamera blickt. Sie sendet selbst kein Licht aus und spiegelt sich auf ebenen, stark glänzenden Flächen als dunkler Kreis. Bei gewölbten Teilen fällt das kaum auf. Stört es, ist die Koaxialbeleuchtung die richtige Bauform.
Wie nah muss der Dom an das Prüfteil?
Nah. Die Wirkung entsteht nur dicht unterhalb des Randes, üblicherweise im Bereich weniger Zentimeter. Hängt der Dom höher, verlieren Sie die diffuse Wirkung. Das ist die wichtigste Einschränkung im Anlagenbau, denn das Teil muss unter der Kuppel hindurchpassen.
Dom oder Koaxial?
Dom bei gewölbten glänzenden Teilen, Koaxial bei ebenen glänzenden Flächen. Der Dom beleuchtet aus allen Richtungen und kommt mit Wölbungen zurecht, hat aber die Öffnung im Bild. Die Koaxialbeleuchtung leuchtet genau in Blickrichtung, hat keine Öffnung, wirkt bei Wölbungen aber nicht mehr gleichmäßig.
Liefern Sie auch Marken außerhalb des Sortiments?
Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet. Auf Anfrage liefern wir selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken der industriellen Bildverarbeitung sowie Sonderausführungen, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
