Stationäre Scanner für Produktion, Lager und Logistik

Stationäre Scanner werden fest an der Linie montiert und lesen Codes ohne Zutun des Bedieners. Ein Sensor oder die Steuerung löst aus, sobald ein Teil in den Lesebereich fährt. Das Ergebnis geht direkt an SPS, MES oder ERP. Damit erreicht die Erfassung eine gleichbleibende Taktzahl, die von Hand nicht zu halten wäre.

Im Sortiment stehen 147 Geräte, angebunden über Ethernet, GigE, USB oder RS-232, mit Auflösungen von 1 bis 6 Megapixeln. Welche Codearten ein Gerät sicher liest, steht auf der jeweiligen Produktseite und lässt sich über den Filter Lesbare Codes eingrenzen. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.

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Produkte im Überblick

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Fest montierte Codelesung direkt im Materialfluss

Stationäre Scanner sind Lesegeräte, die dauerhaft an einer Maschine oder Förderstrecke sitzen. Nicht das Gerät bewegt sich zum Code, sondern das Teil zum Gerät. Daraus ergeben sich eigene Auslegungsfragen: Wo liegt das Lesefeld, wann wird ausgelöst, wie schnell darf das Teil vorbeilaufen, wie gelangt das Ergebnis in die Steuerung. Grundlagen zu Codearten und Schutzarten stehen in der Oberkategorie Code Scanner, für das mobile Lesen im Lager sind Handscanner die passende Bauform.

Das Sortiment umfasst 147 stationäre Scanner, davon 143 von HikRobot und 4 von Datalogic. Eindimensionale Strichcodes und zweidimensionale Codes werden von den Geräten dieser Bauform an derselben Linie gelesen. Welche Codearten ein einzelnes Gerät abdeckt, nennt die jeweilige Produktseite.

Auslegung an Förderstrecke und Linie

Die mechanische Auslegung entscheidet über die Lesequote, oft stärker als das Gerät selbst. Der Scanner sitzt in festem Abstand über oder neben der Transportebene. Zwei Größen sind zu bestimmen: der Leseabstand zwischen Gerät und Codeoberfläche und das Lesefeld, also der in dieser Distanz erfasste Bereich. Bei gleichem Objektiv gilt: Je größer der Leseabstand, desto größer das Lesefeld, desto weniger Pixel entfallen jedoch auf ein Modul, also auf das kleinste Element des Codes.

Da Teile seitlich verrutschen, sollte das Lesefeld die Lage des Codes mit Reserve abdecken. Eine höhere Auflösung schafft Spielraum, weil das Lesefeld breiter werden darf, ohne dass die Modulbreite in Pixeln unter den nötigen Wert fällt. Montagezubehör wie Halter, Schwenkarme und Kabel gehört dazu, denn eine justierte Position muss über Monate reproduzierbar bleiben.

Auflösungen im Sortiment stationärer Scanner
AuflösungAnzahl ModelleTypische Verwendung
1 MP52Kompaktes Lesefeld, ein Code je Teil
2 MP14Breiteres Lesefeld bei gleichem Abstand
3 MP33Mehrere Codes im Bild, größere Ladungsträger
4 MP18Breite Förderstrecken, feine Module
6 MP19Großes Lesefeld oder sehr kleine Codes

Die häufigsten Sensorformate sind 1280 x 1024 Pixel bei 30 Modellen, 1024 x 1280 Pixel bei 26, 1920 x 1280 Pixel bei 14 und 1408 x 1024 Pixel bei 11 Modellen. Das hochkant orientierte Format 1024 x 1280 passt zu schmalen Lesefenstern, etwa bei stehenden Behältern.

Triggerung, Taktzahl und Bildrate

Ein stationärer Scanner liest nicht dauerhaft, sondern auf Anforderung. Diese Anforderung heißt Trigger. Üblich sind zwei Wege: Eine Lichtschranke meldet, dass das Teil die Leseposition erreicht hat, oder die Steuerung, meist eine speicherprogrammierbare Steuerung, kurz SPS, gibt den Befehl über das Netzwerk. Die Lichtschranke löst zeitlich präzise aus, unabhängig von der Zykluszeit, die SPS-Variante bindet das Lesen an den Auftragsschritt.

Aus der Taktzahl, also der Anzahl Teile pro Minute, ergibt sich das Zeitfenster je Lesevorgang. Bei sieben Modellen ist die Bildrate mit 12 bis 60 fps angegeben, also 12 bis 60 Bilder pro Sekunde. Sie begrenzt die Zahl der Leseversuche im Zeitfenster. Bei gewölbten oder schlecht markierten Flächen sind mehrere Versuche je Teil sinnvoll.

Anbindung an die Steuerung

Bei fester Montage ist die Schnittstelle Teil der Anlagenarchitektur, sie bestimmt Kabelweg, Adressierung und Diagnose. Fast Ethernet bezeichnet die Stufe mit 100 Mbit/s, GigE das Gigabit Ethernet mit 1000 Mbit/s.

Schnittstellen stationärer Scanner im Sortiment
SchnittstelleAnzahl ModelleMerkmal im Anlagenbetrieb
Ethernet64Standardweg zur SPS, lange Leitungen, Ferndiagnose
GigE37Höhere Datenrate, auch Bildübertragung
USB21Direkter Anschluss an einen Industrie-PC am Platz
Fast Ethernet21Netzwerkbetrieb bei moderatem Datenaufkommen
RS-2324Serielle Kopplung an ältere Maschinensteuerungen

Der Netzwerkbetrieb ist damit der Regelfall. Praktisch heißt das: feste IP-Adresse je Leseposition, Zugriff auf Parameter und Statistik ohne Öffnen des Schaltschranks, Speicherung der Fehlbilder.

Beleuchtung, Glanz und DPM auf Metall

122 Geräte liefern ein monochromes Bild, also Graustufen statt Farbe. Für die Codelesung genügt das, weil der Kontrast zwischen hellen und dunklen Modulen zählt, nicht die Farbe. Die interne Beleuchtung ist bei 4 Modellen weiß ausgeführt, bei 3 blau, bei 2 rot, bei 2 mit UV und bei einem mit Infrarot.

DPM steht für Direct Part Marking, die Kennzeichnung direkt auf dem Bauteil, gelasert oder genadelt in Metall. Solche Codes haben keinen Druckkontrast, sondern nur eine Oberflächenstruktur, sichtbar erst durch gerichtetes Licht. Entscheidend ist daher die Ausrichtung von Scanner und Beleuchtung. Eine leichte Schrägstellung verhindert, dass die Spiegelung des Leuchtfelds in den Sensor fällt. Reicht die interne Beleuchtung nicht aus, kommen externe Beleuchtungen für streifenden Lichteinfall hinzu.

Optik und Umgebungsbedingungen

4 Modelle haben ein integriertes Objektiv, 2 sind mit C-Mount ausgeführt, also mit einem genormten Schraubgewinde für wechselbare Objektive, etwa endozentrische Ausführungen. Integrierte Optik ist schnell installiert, C-Mount erlaubt die Anpassung an den Aufbau. 4 Geräte sind nach IP65 ausgeführt, 3 nach IP67, relevant bei Spritzwasser und Reinigung.

Mehrkamera-Aufbauten für allseitige Erfassung

Ist die Lage des Codes nicht festgelegt, etwa bei unsortiert auflaufenden Kartons oder gedrehten Werkstücken, reicht ein Lesekopf nicht aus. Üblich sind Aufbauten mit mehreren Geräten, die Oberseite und Seiten gleichzeitig erfassen und deren Ergebnisse je Teil zu einem Datensatz zusammengeführt werden. Voraussetzung sind ein gemeinsamer Trigger und die eindeutige Zuordnung zum Objekt. Für breite Bahnware und Endlosmaterial sind Zeilenkameras die passende Technik, für zusätzliche Prüfmerkmale Smart Kameras und Flächenkameras.

Häufige Fragen zu stationären Scannern

Wie bestimme ich Leseabstand und Lesefeld für meine Anlage?

Ausgangspunkt sind die kleinste Modulbreite und die maximale seitliche Abweichung der Teile. Daraus ergibt sich das Lesefeld, aus diesem mit der Auflösung der mögliche Leseabstand. Mit 52 Modellen in 1 MP und 33 in 3 MP sind die meisten Standardfälle abgedeckt, bei feinen Modulen auf breiter Strecke sind 4 MP oder 6 MP die sichere Wahl.

Trigger über Lichtschranke oder über die SPS?

Die Lichtschranke löst genau dann aus, wenn das Teil die Leseposition erreicht, unabhängig von der Zykluszeit der Steuerung, und ist bei hoher Taktzahl vorzuziehen. Die Auslösung über die SPS passt, wenn das Lesen an einen Auftragsschritt gekoppelt ist.

Welche Schnittstelle wähle ich für die Anbindung an die Steuerung?

Im Regelfall Ethernet, im Sortiment bei 64 Modellen angegeben, ergänzt um GigE bei 37 Modellen, wenn zusätzlich Bilder übertragen werden. Fast Ethernet ist bei 21 Modellen vertreten, USB ebenfalls bei 21 für den Industrie-PC am Platz, RS-232 bei 4 Modellen für serielle Kopplung.

Wie gehe ich gegen Glanz und Reflexionen vor?

Der Scanner wird leicht schräg zur Oberfläche gestellt, damit die Spiegelung nicht in den Sensor fällt. Zusätzlich hilft die zum Untergrund passende Lichtfarbe der internen Beleuchtung. Bei DPM auf Metall ist streifender Lichteinfall meist wirksamer als frontale Beleuchtung.

Wie viele Leseversuche habe ich pro Teil?

Das ergibt sich aus Taktzahl und Bildrate. Bei sieben Modellen ist die Bildrate mit 12 bis 60 fps angegeben. Teilen Sie das Zeitfenster je Teil durch die Zeit für ein Bild und planen Sie bei schwierigen Codes mehrere Versuche ein.

Liefern Sie auch Marken außerhalb Ihres Sortiments?

Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment mit 147 stationären Scannern von HikRobot und Datalogic gelistet. Auf Anfrage liefern wir auch alle anderen bekannten Marken sowie Sonderausführungen.

Unsicher bei Leseabstand oder Taktzahl? Schicken Sie uns Codebild, Materialoberfläche und Bandgeschwindigkeit. Wir sagen Ihnen, welche Auflösung und welches Objektiv die Aufgabe sicher lösen.
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