Ringbeleuchtung für die industrielle Bildverarbeitung
Die Ringbeleuchtung sitzt konzentrisch um das Objektiv und beleuchtet genau den Bereich, den die Kamera sieht. Sie braucht keinen eigenen Aufbau und ist für die Mehrzahl der Prüfaufgaben die richtige erste Wahl. Entscheidend bei der Auswahl ist weniger der Durchmesser als der Abstrahlwinkel, denn er bestimmt zugleich den Arbeitsabstand und die Art des Bildes.
Im Sortiment stehen 312 Beleuchtungen von FALCON und Hikrobot, mit Durchmessern von 45 bis 230 Millimetern und Abstrahlwinkeln von 0 bis 90 Grad, in Weiß, Rot, Blau, Grün, Infrarot, Ultraviolett und als umschaltbare RGB-Ausführung. Neben unserem Standardsortiment liefern wir auf Anfrage selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
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Produkte im Überblick
Ringbeleuchtung auslegen: Abstrahlwinkel, Durchmesser, Abstand
Die Ringbeleuchtung ist die meistverkaufte Bauform in der Bildverarbeitung, und das aus einem einfachen Grund: Sie sitzt konzentrisch um das Objektiv, beleuchtet genau den Bereich, den die Kamera sieht, und braucht keinen eigenen Aufbau. Für die Mehrzahl der Aufgaben ist sie die richtige erste Wahl. Alle Bauformen zeigt die Oberkategorie Beleuchtungen.
Wer nur nach Durchmesser und Farbe auswählt, verschenkt allerdings das Wesentliche. Die entscheidende Größe ist der Abstrahlwinkel, denn er bestimmt zugleich den Arbeitsabstand und die Art des Bildes.
Die Zahlen im Typennamen lesen
Bei den Ringlichtern von Hikrobot steht alles Wichtige im Namen. Ein MV-LRDS-H-95-60 hat 95 Millimeter Außendurchmesser und einen Abstrahlwinkel von 60 Grad. Die erste Zahl ist die Baugröße, die zweite der Winkel. Im Sortiment reichen die Durchmesser von 45 bis 230 Millimetern und die Winkel von 0 bis 90 Grad.
Der Winkel beschreibt, wie stark das Licht zur Oberfläche hin geneigt ist. Bei 0 Grad streicht es flach über das Teil, bei 90 Grad fällt es senkrecht von oben ein. Daraus folgt unmittelbar der nutzbare Arbeitsabstand.
| Winkel | Arbeitsabstand | Wirkung | Typische Aufgabe |
|---|---|---|---|
| 0 Grad | 0 bis 10 mm | streifend, Dunkelfeld | Kratzer, Prägung, genadelter Code |
| 15 Grad | 20 bis 30 mm | sehr flach | feine Oberflächenstruktur |
| 30 Grad | 20 bis 40 mm | flach | Kanten und Riefen |
| 45 Grad | 60 bis 80 mm | ausgewogen | allgemeine Sichtprüfung |
| 60 Grad | 40 bis 120 mm | eher steil | Beschriftung, Anwesenheit |
| 75 Grad | 90 bis 110 mm | steil | Codelesen mit Abstand |
| 90 Grad | 60 bis 200 mm | senkrecht, Hellfeld | größere Arbeitsabstände, Aufdrucke |
Die Arbeitsabstände sind die Spannen, die im Sortiment tatsächlich vorkommen; der genaue Wert hängt zusätzlich vom Durchmesser ab. Die Regel dahinter ist einfach: Je flacher der Winkel, desto dichter muss die Leuchte an das Teil, und desto stärker tritt die Oberflächenstruktur hervor. Je steiler, desto größer der Abstand und desto gleichmäßiger die Fläche.
Den Durchmesser bestimmen
Zwei Bedingungen müssen zugleich erfüllt sein. Erstens muss die Öffnung in der Mitte groß genug für das Objektiv sein, sonst schneidet die Leuchte ins Bild. Zweitens muss der beleuchtete Bereich das Sichtfeld überragen, sonst fällt die Helligkeit zum Rand hin ab.
Als Faustregel wählen Sie den Durchmesser etwa doppelt so groß wie die Diagonale des Sichtfelds, wenn Sie steil beleuchten, und deutlich größer als das Prüfteil, wenn Sie flach beleuchten. Bei einem Sichtfeld von 40 mal 30 Millimetern beträgt die Diagonale 50 Millimeter, ein Ring von 95 bis 105 Millimetern ist dann eine sinnvolle Größe.
Der helle Ring im Bild
Die häufigste Enttäuschung mit einer Ringleuchte tritt auf glänzenden, ebenen Teilen auf: Der Ring spiegelt sich als heller Kreis mitten im Bild. Die Auswertung kann diesen Reflex nicht von einem Merkmal unterscheiden, und kein Nachjustieren hilft, weil die Geometrie ihn erzwingt.
In diesem Fall ist die Ringleuchte schlicht die falsche Bauform. Bei gewölbten glänzenden Teilen führt der Weg zur Dombeleuchtung, die aus allen Richtungen zugleich beleuchtet. Bei ebenen spiegelnden Flächen zur Koaxialbeleuchtung, die das Licht genau in Blickrichtung schickt. Wer Struktur sichtbar machen will und dabei den Winkel frei wählen möchte, greift zur Balkenbeleuchtung.
Lichtfarbe wählen
Licht derselben Farbe wie das Merkmal lässt es hell erscheinen, Licht der Gegenfarbe lässt es dunkel erscheinen. Kürzere Wellenlängen lösen feinere Strukturen auf, längere dringen tiefer in manche Materialien ein.
| Lichtfarbe | Ringe | Wofür |
|---|---|---|
| Weiß | 105 | Farbprüfung, allgemeine Sichtprüfung |
| Rot | 95 | Hohe Sensorempfindlichkeit, Standardfall |
| Blau | 92 | Feine Strukturen, Kontrast gegen Rot |
| Grün | 46 | Ausgewogen, guter Kontrast gegen Rot |
| Infrarot | 29 | Fremdlicht ausblenden, blendet niemanden |
| Ultraviolett | 24 | Regt Fluoreszenz an, etwa bei Klebstoff |
| RGB, umschaltbar | 3 | Mehrere Farben nacheinander im selben Aufbau |
Die Leuchten stammen von FALCON und Hikrobot. Zum vollständigen Aufbau gehören eine Flächenkamera, ein Objektiv mit passendem Arbeitsabstand sowie Kabel und Halterungen. Das gesamte Programm zeigt die Produktübersicht.
Häufige Fragen zur Ringbeleuchtung
Was bedeuten die Zahlen im Typennamen?
Bei den Hikrobot-Ringlichtern steht die erste Zahl für den Außendurchmesser in Millimetern und die zweite für den Abstrahlwinkel in Grad. Ein MV-LRDS-H-95-60 misst also 95 Millimeter und strahlt unter 60 Grad ab. Durchmesser gibt es von 45 bis 230 Millimetern, Winkel von 0 bis 90 Grad.
Welchen Abstrahlwinkel brauche ich?
Kleine Winkel bis 30 Grad lassen das Licht flach über die Oberfläche streichen und machen Kratzer, Riefen und Prägungen sichtbar, verlangen dafür aber sehr geringe Abstände. Große Winkel ab 60 Grad beleuchten steiler, gleichmäßiger und erlauben deutlich mehr Arbeitsabstand. 45 Grad ist der ausgewogene Mittelweg.
Welchen Durchmesser brauche ich?
Die Mittenöffnung muss zum Objektiv passen, und der beleuchtete Bereich muss das Sichtfeld überragen. Als Anhalt wählen Sie bei steiler Beleuchtung etwa den doppelten Wert der Sichtfelddiagonale. Bei einem Sichtfeld von 40 mal 30 Millimetern, also 50 Millimetern Diagonale, passt ein Ring von 95 bis 105 Millimetern.
Warum sehe ich einen hellen Ring im Bild?
Das ist die Spiegelung der Leuchte auf einer glänzenden, ebenen Oberfläche. Die Geometrie erzwingt sie, Nachjustieren hilft nicht. Dann ist die Ringleuchte die falsche Bauform: Bei gewölbten Teilen nehmen Sie eine Dombeleuchtung, bei ebenen spiegelnden Flächen eine Koaxialbeleuchtung.
Ring oder Dom?
Ring bei matten bis leicht glänzenden Teilen, weil er einfacher, kompakter und günstiger ist und mehr Arbeitsabstand erlaubt. Dom, sobald das Teil stark glänzt und gewölbt ist, denn nur er beleuchtet aus allen Richtungen zugleich und vermeidet damit jeden Reflex.
Liefern Sie auch Marken außerhalb des Sortiments?
Ja. Im Shop ist unser Standardsortiment gelistet. Auf Anfrage liefern wir selbstverständlich auch alle anderen bekannten Marken der industriellen Bildverarbeitung sowie Sonderausführungen, exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten.
